So beantragen Sie bei Ihrer Krankenkasse in Deutschland die Kostenübernahme für medizinisches Cannabis
Wie man die Hürden überwindet, medizinisches Cannabis durch die deutsche Krankenkasse abdecken zu lassen
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Adrien Hingert • 7 Sep 2026
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Auch wenn es zeitaufwendig ist, Geduld erfordert und keineswegs einen garantierten Erfolg verspricht, ist es möglich, dass Ihre deutsche
Krankenkasse die Kosten für medizinisches Cannabis übernimmt.
Als Erstes sollten Sie mit einem Arzt spreche, da nur dieser Cannabis zur medizinischen Behandlung verschreiben kann. Dazu müssen Patienten an einer schweren Erkrankung leiden, bei der die üblichen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, nicht vertragen werden oder als unwirksam gelten. Der Arzt muss außerdem feststellen, dass Cannabis eine begründete Aussicht auf Linderung der Symptome bietet.
Als Erstes sollten Sie mit einem Arzt spreche, da nur dieser Cannabis zur medizinischen Behandlung verschreiben kann
Der Antrag muss vor der Ausstellung des Rezepts bei der Krankenkasse eingereicht werden und besteht aus zwei Teilen: Ihrem eigenen schriftlichen Antrag sowie der Beurteilung des
Arztes, dass die Behandlung die beste Therapie für den Patienten darstellt. Die Krankenkasse hat dann bis zu vier Wochen Zeit, auf Ihren Antrag zu reagieren – bei Palliativversorgung verkürzt sich diese Frist auf drei Tage.
Jeder Arzt kann bei der Beantragung helfen. Verfügt er jedoch über den Titel
„Facharzt für Allgemeinmedizin“ oder „Facharzt für Innere Medizin“ (was bei den meisten Hausärzten der Fall ist), entfällt die Genehmigungspflicht. Das bedeutet jedoch nicht zwangsweise/automatisch, dass er auch dazu bereit ist , Ihren Antrag auf eine medizinische Cannabis-Therapie direkt zu genehmigen? Viele Ärzte werden trotzdem eine offizielle Genehmigung beantragen oder zögern, Cannabis überhaupt zu verschreiben.
Die eigentliche Frage, die Sie Ihrem Hausarzt stellen sollten, lautet also nicht: „Dürfen Sie ohne Genehmigung verschreiben“, sondern: „Werden Sie das Medikament verschreiben, und möchten Sie den Antrag trotzdem stellen?“. Viele werden den Antrag zu ihrem eigenen Schutz bevorzugen, und das ist eine legitime Entscheidung ihrerseits.
Ab dem 30. Juli 2026 muss jede neue Behandlung mit einem zugelassenen, cannabishaltigen Medikament beginnen, einschließlich Produkten, die Dronabinol oder Nabilon enthalten. Dies schließt getrocknete Blüten ausdrücklich aus, da diese als zu stark mit dem Freizeitkonsum verbunden gelten.
Die Möglichkeit, eine
Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse zu erhalten, besteht durchaus, aber das Verfahren ist zeitaufwendig und nicht alle Ärzte werden sich kooperativ zeigen.
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